22. März 2023 ImmoScout24

Nachhaltigkeit in der 2023 Klima Modellregion BER-Flughafen: Ideen und Initiativen

Parks, Grünflächen, Gewässer: Sie machen eine Region lebenswert. Nachhaltigkeit und Naturschutz sind entsprechend wichtig und kostbar für die Menschen vor Ort. Quelle: Adobe Stock.

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Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind entscheidende Faktoren für die Wahl des eigenen Wohnorts. Die Region rund um den BER-Flughafen hat sich zum Ziel gesetzt, Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit zu sein. ...

Hierfür sollen insbesondere neue Ansätze in den Bereichen Verkehr und Mobilität sowie Umwelt-, Klima- und CO2-Schutz entwickelt und umgesetzt werden, um den Schutz der Umwelt und des Klimas voranzutreiben. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg ist das Anfang März gegründete Klimanetzwerk. Aber auch sonst wird das Thema Nachhaltigkeit in der BER-Region in zahlreichen Initiativen gewürdigt. Das nennt man wohl selbstbewusst: Während Berlin Ende März den Volksentscheid über Klimaneutralität bis zum Jahr 2030 erwartet, will das soeben neu gegründete Klimanetzwerk für die BER-Region sofort dazu beitragen, die Treibhausgas-Emissionen in der Flughafenregion zu senken. Das langfristige Ziel: Gegenüber 1990 sollen sie bis 2030 um 55 Prozent reduziert werden. „Ich freue mich über dieses deutliche Zeichen. Wir brauchen keinen Volksentscheid. Wir machen einfach“, formulierte es Markus Mügge, der Koordinator des am 1. März gegründeten Klimanetzwerks.  

Ein gemeinsames Klimanetzwerk in der Flughafenregion wurde am 1. März von acht Mitgliedern des „Dialogforum Airport Berlin Brandenburg“ gegründet. Sie haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um Fördermittel zu erhalten und unter anderem eine Fachkraft einzustellen, die die Kommunen unterstützen soll. Quelle: Kommunale Arbeitsgemeinschaft Dialogforum Airport Berlin Brandenburg

Klimanetzwerk nimmt seine Arbeit auf

Mügge ist eigentlich der Bürgermeister von Schulzendorf und Leiter der Arbeitsgruppe Lärmschutz im „Dialogforum Airport Berlin Brandenburg“. Hinter diesem Dialogforum steckt eine sogenannte Kommunale Arbeitsgemeinschaft der Städte, Gemeinden, Landkreise und Bezirke rund um den BER-Airport. Überdies sind im Dialogforum auch die Länder Berlin, Brandenburg, die Flughafengesellschaft und die Berlin-Brandenburg Area Development Company GmbH (BADC) aktiv. Allen gemeinsam ist das Ziel, die Flughafenregion attraktiv zu machen: als Standort für Unternehmen, regionale Betriebe und (künftige) Anwohner. Teilnehmer des Klimanetzwerks sind Schulzendorf, Wildau, Schönefeld, Blankenfelde-Mahlow, Eichwalde, Königs-Wusterhausen, Zeuthen sowie Treptow-Köpenick.  

Grüner Stadtteil, nachhaltige Agenda 

Die Nachhaltigkeitsinitiativen des Bezirks Treptow-Köpenick zeigen deutlich, wie das Thema Nachhaltigkeit dank zahlreicher Initiativen mit Leben gefüllt werden kann. Treptow-Köpenick ist der größte, grünste und wasserreichste Bezirk Berlins und ist wegen seiner Nähe zum BER-Flughafen besonders im Fokus von Unternehmen und Familien. Direkt nach der Wiedervereinigung begann der Bezirk mit einer lokalen Agenda, um im 21. Jahrhundert mehr Nachhaltigkeit zu erreichen. Treptow-Köpenick war damit der erste Bezirk in Berlin und bundesweit ein Vorreiter.   

Projektbeispiel: mehr Biodiversität in Treptow-Köpenick 

Ein Beispiel für Naturschutz-Initiativen ist das Projekt „Urbanität & Vielfalt“, das im vergangenen Jahr von der Stiftung Naturschutz Berlin mit dem Berliner Naturschutzpreis ausgezeichnet wurde. Die Idee hinter dem Projekt ist simpel, aber im besten Wortsinne nachhaltig: Die Projektverantwortlichen sammeln und kultivieren die Samen bedrohter Wildpflanzen, vermitteln in Schulungen die Bedeutung dieser Pflanzen und geben die Samen zur Weiterverbreitung und Kultivierung aus. Mittlerweile konnte das Projekt rund 80 gefährdete Wildpflanzenarten schützen und verfügt über eine fünfstellige Teilnehmerzahl, die bei der Verbreitung mithelfen. Damit gehört es zu den größten Projekten der Umweltbildung und des Naturschutzes. Hier werden Menschen für die Themen Naturschutz und Biodiversität sensibilisiert – und das Samenkorn der Nachhaltigkeit im wortwörtlichen Sinne weitergetragen.

Umweltbildung über Biodiversität: Mitglieder des Projektes „Urbanität und Vielfalt“ bei einem ihrer Samen-Workshops in Berlin. Quelle: Urbanität und Vielfalt

Grün in den Wohnvierteln: Patenschaften für Bäume 

In eine ganz ähnliche Richtung geht das Projekt „Hausbäume“ für den Bezirk. Nur eine Nummer größer: Statt um Wiesenblumen und Pflanzen geht es um Bäume. Interessierte Bürger haben bis Ende Juni die Möglichkeit, sich für einen oder mehrere Bäume zu bewerben, die vom Naturschutzamt kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Teilnehmer verpflichten sich, für die fachgerechte Pflanzung, den Anwuchs und die Pflege der Bäume zu sorgen. Das Projekt richtet sich an private Hauseigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften sowie Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften. Es werden urbane Standorte gesucht, wie beispielsweise Vorgärten, öffentlich zugängliche Hofanlagen oder Gemeinschaftsflächen, von denen aus die Bäume eine positive Wirkung auf den öffentlichen Raum entfalten können. „Ich hoffe, dass dieses Projekt gut angenommen wird,“ sagt Bezirksstadträtin Claudia Leistner, „wir fördern damit ein grüneres Stadtbild. Besonders im Sommer wirken sich Bäume nachweislich positiv auf das Mikroklima aus, in dem sie Schatten spenden und durch Verdunstung die Temperaturen verringern. Die zusätzlichen Bäume bieten zudem wertvolle Lebensräume und Futtermöglichkeiten für verschiedene Tierarten und sie strukturieren Gärten und werten sie damit auch optisch auf.“ Viele der Naturschutzinitiativen in der Region wurden erst kürzlich auf dieser Website gesammelt. 

Informieren Sie sich über die Entwicklung der BER-Region anhand unserer Standortanalyse.

Drei Jahre BER-Flughafen: Erfolgsmodell mit Startschwierigkeiten

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