LBS-Immobilienspiegel: Preise in Brandenburg steigen weiter

Nachfrage könnte in den kommenden Jahren nochmals deutlich steigen

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Grundstücke in Brandenburg waren in den vergangenen Jahren heiß begehrt...

Noch war der neue Hauptstadtflughafen nicht eröffnet und niemand wusste von Teslas Plänen in Grünheide eine Fabrik eröffnen zu wollen – Trotzdem war 2019 für den brandenburgischen Immobilienmarkt ein Jahr der Rekordpreise

Das geht aus dem kürzlich erschienenen Immobilienspiegel der Bausparkasse der Sparkassen (LBS) hervor. Demnach liegt der neue Rekordwert bei Umsatzerlösen aus Grundstücksverkäufen bei nun 7,05 Milliarden Euro. Ähnliche Summen seien in Brandenburg zwar schon 1996 umgesetzt worden, seitdem sei allerdings die Zahl der Kaufverträge sowie der Grundstücksflächen deutlich zurückgegangen. Das sagte Innenstaatssekretär Klaus Kandt bei der Vorlage des Grundstücksmarktberichts 2019.

Der gleiche Rückgang zeigt sich auch im Jahresvergleich 2019/2018: Trotz der gestiegenen Umsätze wurde 2019 rund sieben Prozent weniger Fläche verkauft als noch 2018, die Zahl der Kaufverträge ging leicht zurück. „Das sind deutliche Hinweise für steigende Preise. Diese Entwicklung müssen wir überall feststellen. Die Preise sind in den vergangenen Jahren nicht nur für Wohnbauland und Eigenheime gestiegen, sondern auch wieder für land- und forstwirtschaftliche Flächen“, sagte Kandt.

Winfried Ebert vom Vorstand der LBS-Ost sieht den Hintergrund für die Entwicklung in den derzeit besonders günstigen Zinsen. Die attraktiven Kreditkonditionen kreierten eine Nachfrage, mit der das Angebot nicht mehr mithalten kann, so Ebert. Das wirke sich auch auf die Preise in den „Speckgürteln“ der Städte aus. 

Da es immer weniger Grundstücke im Berliner Umland gibt, profitieren nun auch Städte und Gemeinden mit guter Anbindung an den Regionalverkehr, wie etwa Brandenburg an der Havel oder Eberswalde im Landkreis Barnim von der steigenden Nachfrage.
Der neue Rekordwert bei Umsatzerlösen aus Grundstücksverkäufen in Brandenburg liegt bei nun 7,05 Milliarden Euro.

In der Folge würden auch Immobilien in der sogenannten zweiten Reihe inzwischen immer häufiger nachgefragt, sagte Jürgen Kuse, Vorsitzender des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte. Davon, dass es immer weniger Angebote im Berliner Umland gebe, profitierten nun auch Städte und Gemeinden mit guter Anbindung an den Regionalverkehr, wie etwa Brandenburg an der Havel oder Eberswalde im Landkreis Barnim.

Angesichts der Corona-Pandemie und ihrer Folgen gehen die Immobilienfachleute der LBS bei der Preisentwicklung von einer vorübergehenden Stagnation aus. Mit einer Zunahme des Angebots wird derweil nicht gerechnet, gleichzeitig nehme die Nachfrage in der Coronazeit etwas ab. Vorübergehend sei ein leichter Preisrückgang erwartbar – Bestenfalls blieben die Preise stabil.

Zu Jahresanfang 2020 gingen die Experten noch von einem nahezu ungebrochenen Aufwärtstrend aus. Jetzt sieht es aber so aus, als könnte die Pandemie deutschlandweit eine Atempause am Immobilienmarkt bewirken. Doch diese hält womöglich nicht lang: Vielen Menschen sei infolge der Pandemie der Wert eines eigenen Garten deutlich geworden, darum könnte die Nachfrage in den kommenden Jahren umso deutlicher steigen. 

Informieren Sie sich über die Entwicklung der BER-Region anhand unserer Standortanalyse.

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