Grünheide: So schnell schreiten die Baumaßnahmen für Teslas Gigafabrik voran

In Windeseile zur Zukunft Europas 

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Der Bau der ersten Tesla-Fabrik in Europa kommt unglaublich schnell voran. Es ist die größte Industrie-Ansiedlung in der Brandenburger Geschichte. Eine Riesenchance – aber auch eine Riesenherausforderung....

Der Bau der ersten Tesla-Fabrik in Europa kommt unglaublich schnell voran. Es ist die größte Industrie-Ansiedlung in der Brandenburger Geschichte. Eine Riesenchance – aber auch eine Riesenherausforderung.

Zu Jahresbeginn standen hier noch Kiefern, jetzt recken sich an ihrer Stelle Rohbauten zukünftiger Montagehallen hoch dem Himmel entgegen: Der Bau der neuen “Gigafactory” in Grünheide schreitet in Windeseile voran. Zumindest für deutsche Verhältnisse ist die Geschwindigkeit, in der Teslas erste Fabrik in Europa Form annimmt, geradezu schwindelerregend. Gelingt es Tesla, dieses Bautempo beizubehalten, dann könnte das Autowerk tatsächlich schon im Juli kommenden Jahres öffnen – also so, wie von Elon Musk geplant.

Der aus Südafrika stammende US-Unternehmer steht mit seinem Namen wie kein anderer für gewagte Zukunftsvisionen und fordert bestehende Industrien mit seinen Innovationen immer aufs Neue heraus. Dass er dies künftig ausgerechnet von Brandenburg aus versucht, damit hatte wohl keiner gerechnet – am wenigsten die 9.000 Bewohner Grünheides.

Für Brandenburg ist es die größte Industrie-Ansiedlung in seiner Geschichte. Rund 4 Milliarden Euro investiert Musk in den neuen Standort im Oder-Spree-Kreis. Mit der Bekanntgabe des Projekts ist Grünheide schlagartig weltberühmt geworden. Was hier heute entsteht, könnte das Epizentrum für Europas vielbeschworenen Mobilitätswandel werden.

Größte Industrie-Ansiedlung in der Brandenburger Geschichte: Zu Jahresbeginn standen hier noch Kiefern, jetzt recken sich an ihrer Stelle Rohbauten zukünftiger Montagehallen hoch dem Himmel entgegen.
Musk zufolge könnten in seinem Werk mittelfristig insgesamt bis zu 40.000 Arbeitsplätze entstehen.

Damit einher geht ein gewaltiger Boom für die Region: 12.000 Stellen sollen bis Ende nächsten Jahres bei Tesla geschaffen werden, dann sollen die ersten Autos auch schon vom Fließband rollen. Musk zufolge könnten in seinem Werk mittelfristig insgesamt sogar bis zu 40.000 Arbeitsplätze entstehen – damit würde Tesla zum mit Abstand größten Arbeitgeber in Brandenburg werden. Zudem werden sich im Gefolge von Tesla wohl ebenfalls Zulieferbetriebe, Logistiker und Dienstleister in Ostbrandenburg niederlassen. Dass diese noch einmal so viele Arbeitnehmer in die Region bringen, wie Tesla selbst, ist eine konservative Prognose.

Die Gigafabrik ist eine Riesenchance für den Landkreis Oder-Spree, aber auch eine große Herausforderung. Denn damit so viele Menschen in die Region ziehen können und wollen, muss vieles an Infrastruktur geschaffen werden: Der vorhandene Wohnraum oder etwa die Schulen und Kitas können ein Bevölkerungszuwachs dieser Größenordnung unmöglich auffangen. Also muss mehr her.

Großes Potenzial für die Entstehung neuen Wohnraums sieht das Land Brandenburg zum Beispiel in Fürstenwalde und Frankfurt Oder, also Orten, die über die Autobahn und Züge interregional gut vernetzt sind. Aber auch in den kleineren Städten und Gemeinden im direkten Umfeld der Ansiedlung gäbe es Möglichkeiten, attraktiven Wohnraum zu schaffen.

Informieren Sie sich über die Entwicklung der BER-Region anhand unserer Standortanalyse.

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