Extremer Preissprung für Wohnimmobilien in Brandenburg

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Im Brandenburger Südwesten stiegen die Preise für Wohneigentum 2021 um durchschnittlich 28 Prozent...

Laut der Analysten der Landesbausparkassen (LBS) gab es einen solchen Preissprung noch nie: Die Erhebung für die LBS-Analyse “Markt für Wohnimmobilien” zeigte für die letzten zwei Jahre jeweils 10 Prozentpunkte Verteuerung an – und das nur im Durchschnitt. Besonders stark stiegen die Preise im vergangenen Jahr mit 28 Prozent im Südwesten Brandenburgs und ebenfalls stolzen 23 Prozent im Nordosten. Gebrauchte Einfamilienhäuser waren der Erhebung zufolge besonders betroffen.

„Diese Entwicklung ist eine Folge der Verdrängung vor allem von Familien aus der Hauptstadt in deren Umland. Wir sehen einen Speckgürtel-Effekt in Reinform“, sagte Axel Guthmann, Verbandsdirektor der Landesbausparkassen. Das Angebot könne die hohe Nachfrage nach wie vor nicht bedienen, da „lediglich neue Eigentumswohnungen auf den Markt“ kämen. Man rechne daher sowohl bei Häusern als auch bei Wohnungen und Bauland mit einer weiter steigenden Nachfrage.

Die heutigen Preise seien für viele Bau- und Kaufwillige durch den abrupten und schnellen Zinsanstieg immer schwerer zu finanzieren, so Guthmann.

Auch in diesem Jahr gibt es bereits Anzeichen dafür, dass dieser Trend sich weiter fortsetzen wird: “Die Erschwinglichkeit von Wohneigentum hat im Verlauf des Frühjahrs bundesweit leider noch einmal abgenommen“. Die heutigen Preise seien für viele Bau- und Kaufwillige immer schwerer zu finanzieren, so Guthmann.

Erschwerend komme für Menschen, die sich für Wohneigentum interessieren, hinzu, dass die Bauzinsen kräftig gestiegen sind – infolge des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine. Das habe die Lage im Frühjahr des laufenden Jahres noch einmal stärker angespannt. Der Verbandsdirektor sagte jedoch, er ginge von einer baldigen Preisberuhigung aus.

Das Angebot könne die hohe Nachfrage nach wie vor nicht bedienen, da "lediglich neue Eigentumswohnungen auf den Markt" kämen. Man rechne daher sowohl bei Häusern als auch bei Wohnungen und Bauland mit einer weiter steigenden Nachfrage.

Guthmann wörtlich: “Die heutigen Preise sind für viele Bau- und Kaufwillige durch den abrupten und schnellen Zinsanstieg immer schwerer zu finanzieren. Die Erschwinglichkeit von Wohneigentum hat gemessen am Verhältnis des nötigen Schuldendienstes zum regionalen Einkommensniveau im Verlauf des Frühjahrs bundesweit leider noch einmal abgenommen.“

In der jährlich erscheinenden Analyse listen die Experten auf, in welchen Städten und Gemeinden in Deutschland die Preise besonders hoch oder niedrig sind. Dafür wurden rund 560 Immobilienvermittler befragt. Fast alle gaben im Rahmen der Befragung an, ihre Kunden seien bereit, höhere Kredite aufzunehmen, um sich den Wunsch nach dem Eigenheim trotz der schwierigen Konditionen erfüllen zu können. Auch Abstriche an der Wohnfläche und der Ausstattung würden dafür regelmäßig gemacht.

Informieren Sie sich über die Entwicklung der BER-Region anhand unserer Standortanalyse.

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